Geschichte

Im Martinsgrund stand schon viele Jahre ein kleines Haus,welches 1736 vom Ratsförster Spörl als städtisches Holzauktionshaus errichtet worden war, später dessen Umfeld von der Bevölkerung für Festlichkeiten oder auch nur Ausflüge ins Grüne genutzt wurde.

1961

Als 1961 die am Ausgang des Martinsgrund entspringende Quelle durch Geraer Handwerksfirmen neu gestaltet wurde,entstand die Idee zur Nutzung des Grundes für Erholungszwecke. Im April 1962 erfolgte der Spatenstich für ein erstes Tiergehege, welches Rehe aufnahm,dem folgten bald Rot – und Damwild. Dies spielte sich auf der Fläche zwischen Quelle und Martinsgrundhaus auf etwa 4,5 ha ab.

1968

Es folgten Vogelvolieren sowie Gehege für Muffelwild und Zwergziegen. 1968 wurde das Gelände auf 12 ha erweitert und eine Verwaltungsbaracke errichtet, sowie die Aussenzaunumzäunung fertig gestellt. Da sich der kühle und feuchte Grund als wenig geeignet erwies, wurden die Gehege zügig auf die angrenzenden Hänge verteilt und zu kleinen Gehegen vergrössert. 1972 wurde die heute noch vorhanden Eingangszone sowie die Parkflächen am Dahliengarten in Betrieb genommen. Eine Stele eines Muffelkopfes am Eingang des Martinsgrund (von A.Späthe) wurde zum Wahrzeichen des Tierparkes, welcher nun für den Besuch Eintrittsgeld abverlangte.

1974

1974 wurde der Bach an zwei Stellen angestaut, um kleine Weiher für Wassergeflügel zu erhalten. Im gleichen Jahr wurde damit begonnen, im Sommer ein Tierparkfest zu veranstalten – oft kamen bis zu 7000 Besucher. Weitere Attraktionen sorgten für eine zügige Entwicklung der Einrichtung. Die von der Wismut zum Weihnachtsmarkt 1973 aufgebaute Mini-Eisenbahn wurde laut Beschluss dauerhaft in den Tierpark verlegt und ab 6.September 1975 mit einer Streckenlänge von 750 m in Betrieb genommen.

Auch der alte Pferdestall und Rauhfutterlager wurden umgebaut zu einer Baude,in welcher Veranstaltungen und Festlichkeiten stattfinden können.

1976

Eine weitere Bereicherung wurde 1976 der Bau der Wisentanlage und 1978 die Einweihung einer Raubtieranlage,die zunächst mit wei Amurtiger aus dem Leipziger Zoo besetzt wurde. Der Tierpark wuchs von Jahr zu Jahr. 1979 wurde ein grosszügiges Wirtschaftsgebäude mit Werkstatt, Garagen und Futterküche in Betrieb genommen. Als interessante Neulinge wurden 1982 zwei Elche angeschafft. 1987 feierte Gera sein 750-jähriges Bestehen,im Tierpark wurde das mit der Einweihung eines Bereiches für Haustiere sowie einem Streichelzoo begleitet.

1990

1990 wurde aus der Baude eine feste gastronomische Einrichtung, die “aldschänke”.

Die Pioniere der Bundeswehrkasserne “am Hain” bauten für die Przewalski-Pferde einen stabilen Stall.desweiteren werden in der Raubtieranlage die beide Chinaleoparden einquartiert. Der im Jahre 1991 gegründete “Verein der Freunde und Förderer des Tierparkes Gera e.V.” unterstützt die Finanzierung des Ausbau’s der Anlage. Im September 1991 grosse Aufregung,der in Gera gastierende Zirkus “Hein” schenkt dem Tierpark zwei hier geborene Löwen-Baby’s, welche mit der Flasche grossgezogen werden müssen. Der Streichelzoo zieht in sein neues geräumiges Gehege um, auch die Spielplätze werden neu gestaltet. Der bisherige Bauernhof entspracht nicht den Anforderungen,deswegen wird er 1992 im damaligen Pferdestall neu gestalltet und mit typischen Haustieren bestezt. Bei der Einweihung zu den Osterfeiertagen 1993 sorgten 30000 Besucher für einen neuen Besucher-Rekord,der nicht mehr überboten wird. Neben Yak’s und Lama’s ziehen nun auch zwei Berberaffen aus Nürnberg ,später noch ein drittes Tier, in den Tierpark ein. Die ehemalige Pioniereisenbahn wird unter neuem Begriff “Parkeisenbahn” weiter betrieben und von einem Förderverein (Geraer Parkeisenbahn-Verein e.V.) unterstützt. Für die Durchführung eines lebensnahen Biologie-Unterrichtes wird eine Zooschule eingerichtet,welche guten Zuspruch findet und jährlich etwa 3500 Kindern eine lehrreiche Begegnung mit Tieren ermöglicht.

1993

1993 wird für die Berberaffen im in den 70er Jahrenauf 20 ha vergrösserten Gelände des Tierparkes mit der Entwicklung einer freibegehbaren Freianlage begonnen, welche unter der Bezeichnung “Affenwald” ab 1997 zu einem Publikumsliebling wird.

1995

Bis 1995 sorgen weitere Zugänge für immer neue Anziehungspunkte im Gelände (Pony’s.kleine Affen,diverse Vögel), desweiteren auch Feste, die in Folge jährlich wiederholt werden (seit 1994 das Parkeisenbahnfest und seit 1995 die vom Förderverein und der Zeitungsgruppe [OTZ und TLZ] organiesierte Tierpark-Safari).

1997

1997 schenkte ein Mitglied des Förderverein’s dem Tierpark 3 Nandu’s und der Verein finanziert und modernisiertdie Räume der Zooschule, welche ab 1998 wieder genutzt und ausgelastet werden. Diese Sachspenden setzen sich im Folgejahr 1999 fort mit der Übergabe einer neuen Anlage für Waschbären und Frettchen (Förderverein zusammen mit OTEGAU).

Desweiteren wird der Bau einer Freianlage für die Nandu’s begonnen und fertiggestellt.

2000

Im Millenium-Jahr 2000 spendet der Imker-Verein “Goldene Weichsel 1979 bis 1999 e.v.” den von ihnen errichteten Bienen-Lehrpfad im oberen Teil des Tierparkes, und im drauf folgenden Jahr beginnt der Tierpark mit seinen Betriebshandwerkern den Bau einer Ziervogelvoliere, welche im Jubiläumsjahr von den Besuchern besichtigt werden konnte und mit Freude aufgenommen wurde. Auch konnte durch Abgabe der beiden Zoo-Einstandstiere (Javaner – und Schweinsaffe) in deren Gehege nun wieder Meerkatzen der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Baulich wurde die vom Pionier-Regiment 1981 gebaute Brücke über den Martinsgrund von dieser Dienststelle wieder instandgesetzt, und damit ihre volle Tragfähigkeit wiederhergestellt.

Wünschen wir dem Tierpark noch viele Erfolge, immer gesunde Tiere und vor allem wieder zunehmende Besucherzahlen, sehr zum Nutzen aller Beteiligten, und freuen wir uns vor allem auf das nächste Jubiläumsjahr.

(Fischer* – Tierparkleiter, Dr.Klemm – Vereinsmitglied, Bilder aus der Vereins-Chronik)
*unter Einbeziehung der im Tierpark erarbeiteten Chronik

Chronik des Vereins der Freunde und Förderers des Tierpaks Gra e.V.

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